Materialverdickungen bei
DACHPROTECT EPDM Folie
Herstellung und Aufbau von EPDM Dachfolien
EPDM Dachfolien werden i.d.R. aus synthetischem Kautschuk hergestellt. Durch spezielle Additive erhält das Material seine technischen Eigenschaften, darunter UV-Beständigkeit, Witterungsbeständigkeit, Elastizität, Alterungsbeständigkeit und brandschutzrelevante Eigenschaften.
Bei vielen europäischen EPDM Folien erfolgt die Produktion in einzelnen Bahnen. Werden größere Folienabmessungen benötigt, werden mehrere EPDM Bahnen nach der Vulkanisation im Werk miteinander verbunden. Diese Verbindung wird häufig als Werksnaht bezeichnet.
US-EPDM von DACHPROTECT wird dagegen in großformatigen Bahnen mit Breiten von bis zu 15,25 m und Längen von bis zu 61 m produziert. Lagerware führen wir jedoch aus logistischen Gründen nur bis 30,50 m. Dadurch können viele Dachflächen mit deutlich weniger Naht- und Verbindungsstellen abgedichtet werden.
Produktionsbedingte Überlappung im Rohzustand
Während der Herstellung werden DACHPROTECT EPDM Bahnen im Rohzustand überlappend angeordnet und zunächst durch Hitze und Druck fixiert. Zu diesem Zeitpunkt ist das EPDM Material noch nicht vulkanisiert.
Erst während des anschließenden Vulkanisationsprozesses vernetzt sich das Material dauerhaft. Die überlappenden Bereiche verbinden sich dabei zu einem homogenen Materialverbund. Die sichtbare Verdickung entsteht daher durch die produktionsbedingte Überlappung im Rohzustand und nicht durch eine nachträgliche Verklebung (Naht).
Produktionsmerkmal statt Klebeverbindung
Die Materialverdickung ist keine nachträglich geklebte Verbindung. Sie entsteht während der Produktion und wird im Vulkanisationsprozess dauerhaft in das EPDM Material eingebunden.
Durch Vulkanisation verbunden
Durch die Vulkanisation wird das EPDM Material dauerhaft vernetzt. Dadurch entsteht keine einfache Verklebung, sondern ein geschlossener Materialverbund mit geringfügig höherer Materialstärke in einem gleichmäßigen Abstand.
Keine Schwachstelle in der Dachabdichtung
Die produktionsbedingte Verdickung stellt keine Schwachstelle der Abdichtung dar. Ganz im Gegenteil.
Das Material wird im Produktionsprozess vulkanisiert und bildet dadurch eine geschlossene Einheit. Die Abdichtungsfunktion bleibt vollständig erhalten, weil die Verbindung Bestandteil des EPDM Materials ist.
Durch die Überlappung im Rohzustand entsteht an der betreffenden Stelle eine geringfügig höhere Materialstärke. Diese ist produktionsbedingt und wirkt sich nicht negativ auf die Funktion der Dachabdichtung aus.
Materialverdickung ist nicht gleich Naht
Bei vielen Abdichtungssystemen entstehen Nähte durch Kleben, Schweißen oder mechanisches Fügen einzelner Bahnen. Solche Verbindungen müssen je nach System sorgfältig ausgeführt und kontrolliert werden.
Die produktionsbedingten Verdickungen auf der DACHPROTECT EPDM Dachfolie sind damit nicht gleichzusetzen. Sie entstehen nicht erst bei der Verlegung auf dem Dach, sondern bereits während der Herstellung des Materials.
Produktionsmerkmal ohne Funktionsnachteil
Produktionsbedingte Materialverdickungen auf einer DACHPROTECT EPDM Dachfolie sind kein Hinweis auf eine mangelhafte Abdichtung. Sie entstehen, weil das EPDM Material im Rohzustand überlappt, fixiert und anschließend durch Vulkanisation zu einem homogenen Materialverbund verschmilzt.
Die Abdichtungsfunktion bleibt vollständig erhalten. Es ist keine Werksnaht. An dieser Stelle ist lediglich eine geringfügig höhere Materialstärke vorhanden. Selbst Detailabdichtungen auf der Baustelle erfolgen i.d.R. im System DACHPROTECT nicht auf Grundlage einer einfachen Klebeverbindungen, sondern durch Polymerisation auf molekularer Ebene (Kaltnahtfügung durch Vernetzung).
Häufige Fragen zur Materialverdickung
Sind sichtbare Linien auf EPDM Dachfolien ein Mangel?
Nein. Sichtbare Linien entstehen produktionsbedingt durch die Materialverdickung und stellen keinen Mangel dar. Im Gegenteil: DACHPROTECT EPDM Dachfolien ermöglichen es, auch große Dachflächen nahtfrei oder besonders nahtarm auszuführen.
Handelt es sich bei der Materialverdickung um eine geklebte Naht?
Nein. Die Verdickung entsteht nicht durch eine nachträgliche Verklebung. Das EPDM Material wird im Rohzustand überlappt und anschließend durch Vulkanisation dauerhaft zu einer homogenen Masse verbunden.
Gibt es im DACHPROTECT System keine Nähte?
Auch bei DACHPROTECT EPDM Dachfolien müssen Detailbereiche wie Innen- und Außenecken, Durchdringungen, Rohranschlüsse oder Attikaanschlüsse mit systemzugehörigem Nahtmaterial abgedichtet werden. Solche Anschlüsse sind notwendig und gehören zu einer fachgerechten EPDM Abdichtung.
Wichtig ist dabei die EPDM Aktivierung. Nach der Vulkanisation ist EPDM chemisch tot und reagiert kaum mit anderen Stoffen. Diese Eigenschaft sorgt für die hohe Beständigkeit und die jahrzehntelange Lebensdauer des Materials, macht aber eine gezielte Vorbereitung der Oberfläche erforderlich.
Durch die Aktivierung wird die EPDM Oberfläche kurzfristig reaktionsfähig gemacht. Die Molekülketten im oberflächennahen Bereich können sich mit dem systemzugehörigen Nahtmaterial verbinden. Dadurch entsteht keine einfache Verklebung, sondern eine Kaltnahtfügung ohne offene Flamme auf molekularer Ebene.
Diese Verbindung ist dauerhaft, elastisch und technisch deutlich stabiler einzuordnen als eine reine Klebefuge. Entscheidend ist eine saubere Verarbeitung mit passender EPDM Aktivierung und systemzugehörigem Nahtmaterial. DACHPROTECT Nähte sind sofort zugbelastbar und wasserdicht und müssen nicht wie bei Klebeverbindungen „aushärten“.
Wie verlaufen die Materialverdickungen?
Die Materialverdickung bei DACHPROTECT verläuft regelmäßig ca. alle 1,50 m parallel zur Bahnbreite der EPDM Folie.
